D a s   G u t e n b e r g m u s e u m   2 0 1 8

E  i ne  o f f e n e  D a r l e g u n  g 

am 01.02.2018

Aufgabe und unerlässliche Pflicht der Stadt Mainz sind,

das Ansehen des großen Sohnes der Stadt hochzuhalten und zu stärken,

das hierfür dienende Museum zu erhalten und zu pflegen,

den Auflagen und Anforderungen für Feuerschutz gerecht zu werden und

dafür entsprechende Gelder zur Verfügung zu stellen und auch einzusetzen.

Aber um den wachsenden Forderungen und Erwartungen der Wissenschaft

und den weltweiten Erkenntnissen und den Fundstücken gerecht zu werden

und weitere Exponate sichern und zeigen zu können,

muss das Museum aus der bestehenden Enge und Eingeschnürtsein befreit und ihm weitere Flächen zur Verfügung gestellt und neue geschaffen werden.

Der bürgergetragene Anspruch, sich  als „Weltmuseum“ darzustellen,

ist berechtigt und angemessen.

Um dem näher zu kommen,

wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben und ein Wettbewerb durchgeführt.

Aus den eingereichten Arbeiten konnte  ein Vorschlag an erste Stelle gesetzt werden, der eine Dreiteilung der Baukörper  - „Kaiser, Schell und Turm“ - vorsieht.

Dieser weit und zweistellig in die Millionen reichende Wettbewerbsvorschlag wurde - das Wettbewerbsverfahren abschließend -  dem Oberbürgermeister zur Durchsicht, Überprüfung, Weiterbearbeitung und Entscheidungsfindung übergeben.

In der folgenden Nachdenkens- und Weiterentwicklungsphase  fanden  Bürgerinformationen stattdurchgeführt und die Presse regte Diskussionen an.

Dabei wuchsen die Bedenken und die Kritik an dem kostenträchtigen,

tunnelerschlossenen Bibelkeller mit Überbau,  - dem „Bibelturm“ -,

der Veränderungen erfuhr und zuletzt auch noch um 3 m „einschrumpfte“.

Der entscheidungspflichtige Oberbürgermeister schlug daraufhin – erstmals in Mainz – einen Bürgerentscheid vor und leitete ihn auch ein, -

allerdings mit einer unzureichenden und unklaren Fragestellung.

Der Wert und der Nutzen der an erste Stelle gesetzten Wettbewerbsarbeit

sind der Ansatz und Gedanke, zunächst ein Zeichen und Signal zu setzen, -

ein „Ausrufezeichen“ für den Willen zum Ausbau deutlich zu machen und um  für eine großangelegte und weitreichende Finanzierungswerbung zu nutzen.

Dies Zeichen und Symbol  könnte  eine haushohe „Bibel“  sein, -  

vielleicht reicht auch schon ein Umsetzen des „Gutenberg auf dem Sockel“  vom Gutenbergplatz  gegenüber dem Theater auf den Liebfrauenplatz, - neben und im Abstand zum „Kaiser“.

Damit wäre Zeit für eine Durchplanung  eines „Kompaktmuseums“  und die hierfür erforderliche Kostenermittlung  ermöglicht.

Ein Kostenabenteuer, eine Jahre dauernde Großbaustelle

und  ein  weitgehendes Stilllegen des Museums wäre vermieden, -

mit einem  „Plan B“ .