Der Auftrag
Bearbeitung Gutenbergmuseum

Eine öffentliche Darlegung zur Jahreswende 2017 / 2018

Hellmut Kanis

Im Begleitschreiben zu der im Dezember erstmals an Freunde und Förderer verschickten „Nachrichten aus dem Gutenberg-Museum“ 
- Drucksache - geht die Direktorin  von einem schon erteilten und gültigen Gesamt-Planungsauftrag aus, wenn sie formuliert:  

„Der vom Stadtrat beschlossene und in Auftrag gegebene Siegerentwurf für die Erweiterung und Modernisierung unseres Hauses durch das Hamburger Büro DFZ….“

 

Wenn das so wäre, wäre dies ein Auftrag für eine unbekannte zweistellige Millionenhöhe.


Den  ausgewählten Wettbewerbsteilnehmern wurden die Preisgelder ausgezahlt, -

über das weitere Vorgehen hatte seitdem als Bauherr der Oberbürgermeister zu befinden.

Aufgrund einer Vorlage beschloss der Stadtrat im Frühjahr, dass die mit einem 1.Preis eingestufte und ausgezeichnete Arbeit weiter verfolgt und untersucht werden sollte, -

er gab der Verwaltung frei und wies an, die DFZ-Architekten mit der Planung 
f
ür einen T e i l b e r e i c h ,

den vorgeschlagenen und vorgesetzten untertunnelten  „Turm“, zu beauftragen.

In Folge dieser Freigabe wurde von dem Bauamt den Architekten

ein Vertrag für den Vorentwurf für die Planung dieses Teilbereiches erteilt.

Die Architekten begannen mit der Arbeit, -

die Baudezernentin berief zur Begleitung und Ausrichtung dieser Arbeit eine Baukommission .


Als nach der 1.Sitzung und den Einwänden eines Mitgliedes eine den „Turm“ ablehnende Bürgerinitiative wuchs, tausende Unterschriften gesammelt und den OB übergeben und auch andere Ablehnungen veröffentlicht wurden, wurde die Weiterbearbeitung gestoppt.

 

Darauf  beschloss der Stadtrat dem Vorschlag des Oberbürgermeisters zu folgen und einen „Bürgerentscheid“ anzusetzen und durchzuführen, - die Fragestellung für dieses

Verfahren soll erst noch erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen werden.

Für die notwendigen  Sanierungs- und Brandschutzarbeiten im „Schell“-Bau tritt dadurch eine Langzeit-Verzögerung ein.

Diese weitreichende Verzögerung könnte der Oberbürgermeister dadurch verhindern, dass er den „Skulptur“-Vorschlag einer Fachpersönlichkeit kurzfristig von einem von ihm ausgewählten kleinen Expertenkreis untersuchen und aufarbeiten lässt und diesen dem Stadtrat vorlegt und empfiehlt, in diese Richtung weiterzuarbeiten.