Gedanken zur Ludwigstraßenbebauung

10.06.2016 

Kanis        

Die jetzige Pavillonlösung hat sich bewährt  und stellt auch heute noch eine

klare und überzeugende städtebauliche Lösung dar, -

allerdings wurde der damalige Grundgedanke nicht weiter verfolgt

und die Pflege und Erneuerung der Pavillons und deren Umfeld versäumt.  

Durch das  ECE – Ansinnen und deren Bauvorstellungen entstand eine heftig geführte Städtebaudiskussion, - mit Recht und in Bürgerpflicht.

 

Der kaufmännische Wunsch und die Renditeüberlegungen, einen großen  Baukörper nach Abriss der Pavillons und Beseitigen der offenen und  sonnenhellen Stadtbaustruktur bis an die ehemaligen Vorderkante der Pavillons – oder nach eines Teilbesitzers  sogar bis an die alte Bebauungsgrenze der Straße – vorquellen zu lassen, wäre ein harter städtebaulicher Eingriff, - allein zugunsten eines oder mehrere Großinvestoren.      

Wenn eine gültige Bebauung aufgegeben werden oder wenn „Belebungsgründe“ dafür sprechen sollten, dann bleiben trotzdem der städtebauliche Schutz und die städtebauliche Sicht vorrangig.

Hinzu kommt, dass solche Großbauten mit Läden unter einem Dach – mit gemeinsamen (!) Eingang – längst „einkaufstechnisch“ überholt sind und „große Ketten Mini-Filialen testen“ und „Läden im Spielzeugformat“  für eine innerstädtische Kaufentwicklung die entsprechende Zukunft geben ( Beilage ), - mit zahlreichen und verschiedenen  Eingängen.

Wenn also „die Stadt“ bereit ist, Grundstücke für eine Überbauung der Offenheitslösung an der Ludwigsstraße und für eine Änderung der Nutzung freizugeben und die ungestörte Platzfolge vom Schillerplatz durchgehend bis zum Rhein aufzugeben,

dann für eine vielseitige und vielfältige Einkaufslandschaft,-

von der Dominikstraße bis mindesten zur Eppichmauergasse, -

mit öffentlichen  - glasdachgeschützten -  Ladenstraßen dazwischen.

 

Ziel kann dann nur sein, vielen Einzelläden und auch einem bisherigen Kaufhaus Zukunft zu geben –möglichst unter einer gemeinsamen Verwaltung,

die dann auch für die Koordinierung der Gestaltung verantwortlich ist und bleibt.

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