Mainz am Rhein – eine Stadt am Rhein?  

Dezember 2017

 

"Wenn eine Stadt den festen Willen und die Kraft zum Gestalten der Außenbereiche
der Bereiche zwischen Bauwerke und Häuser, ideenvoll und sorgsam aufbringt,

den Strom mit einbezieht und Bäume sinnvoll zu pflanzen versteht,

kann einer menschenbezogenen Entwicklung getrost entgegengesehen werden:

Mainz hat Zukunft“

stand im Dezember 2011 in der Kolumne „Blick auf Mainz“, -

aber auch:

„Noch ist unbestimmt und unklar, wohin diese alte, ehrwürdige Stadt am Rhein steuert,-

es ist fraglich und noch nicht absehbar, ob sie zukunftssicher gesteuert wird.“

 

Im Dezember 2017 muss leider festgestellt und registriert werden: 

nichts wurde in diese Richtung beschlossen, nichts ist geschehen, -

nichts geplant und nichts in Angriff genommen.

 

So blamierte sich Mainz am 3.Oktober 2017, als der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin nach dem Gottesdienst und Feierlichkeiten im Dom zum Empfang und der Veranstaltung in die Rheingoldhalle gefahren werden mussten, gründlich: 

mangels einer auch nur einigermaßen landeshauptstadt-würdigen Vorfahrtsmöglichkeit musste „hinten vorbei“ für die Vorfahrt die Rheinstraßen-Anfahrt des hierfür gemieteten Hilton-Hotels genutzt und später die hochrangigen Gäste – durch den Kellnergang – in die Halle geleitet werden, -

ohne dass für diese hochrangigen Gäste, deren Begleitung und für die Journalisten etwas vom Rhein zu sehen war, - 

ohne dass bei der Vorfahrt der Blick über den Rhein frei gegeben werden konnte.

 

Während man sich im nahen Wiesbaden auf Gäste und Besucher vorbereitet und ein neues Touristenzentrum baut, werden in Mainz Freiräume - Ludwigstraße, Liebfrauenplatz - 

womöglich bebaut und eingeengt, -

für das Rathaus und die Rheingoldhalle keine - kostengering - bürger-und gästefreundliche „Vorfahrten am Rhein“ ausgewiesen, angelegt und ausgebaut.

 

Mainz am Rhein – eine Stadt am Rhein?